
SELBSTERKENNTNIS
„𝗗𝗶𝗲 𝗹ä𝗻𝗴𝘀𝘁𝗲 𝗥𝗲𝗶𝘀𝗲 𝗶𝘀𝘁 𝗱𝗶𝗲 𝘇𝘂 𝗱𝗶𝗿 𝘀𝗲𝗹𝗯𝘀𝘁.“
– Dag Hammarskjöld
Selbsterkenntnis ist kein Wellness-Tool.
Sondern Rohdiamant und Schleifstein zugleich.
Nicht immer angenehm. Aber immer wahr.
Selbsterkenntnis heißt sich wirklich zu sehen – mit Licht und Schatten.
Und BEIDES umarmen zu können, annehmen zu können – in seiner ganzen Widersprüchlichkeit, seiner Weite, seiner Polarität. Die Polarität dann zu trainieren – als Fähigkeit zur Oszillation, zum Pendeln, zum Ausschöpfen seines ganzen Potentials.
Ohne Masken. Ohne Flucht in Geschichten, die man sich oder die Andere über Dich erzählen.
Ganz offen? Sauschwer!
Denn Selbsterkenntnis heisst eben gerade nicht, sich selbst zu peitschen und seinen inneren Kritikern zum Frass vorzuwerfen
Sondern sich LIEBEVOLL zu betrachten. Und daran scheitert man lange Jahre. Solange die innere Not noch gross ist. Schattenarbeit.
Einstiegsimpulse:
1) „Was mich stört, das zu mir gehört“ – Negatives wie Ärger und Frust aber auch das Schöne zu spüren, zu sehen: „Ah, da geht was in Resonanz mit mir“… WAS hat das also mit mir zu tun? Mit mir, meiner Geschichte, meinem Leben.
2) Selbsterkenntnis ist der Anfang jeder echten Veränderung.
Denn was du nicht siehst, kannst du nicht verändern, gilt auch für die Dinge die Du nicht sehen willst.
Weil Du Angst hast, nicht GELIEBT zu werden, wenn Du Dich NACKT machst.
Vor Dich, vor anderen. Deswegen ist etwa Impro-Theater oder Clown-Ausprobiere so unfassbar mächtig, sich dem im Inneren zu stellen, was „geschützt“ werden muss.
Dann das, was du verdrängst, wird dich lenken – von innen heraus.
3) Wahrnehmen statt wegdrücken. Emotionen, Impulse, Reaktionen – alles spricht. Die Frage ist: Hörst du zu?
4) Regelmäßig reflektieren. Journaling. Feedbackgespräche. Innere Rückschau. Gespräche mit Menschen, die DICH mögen. As you are. Probably.
Selbsterkenntnis entsteht durch bewusste Unterbrechung des Autopilots
5) Radikal ehrlich sein. Nicht brutal. Aber klar. Sich selbst anderen zu zu MUTEN
6) Was vermeidest du? Was verteidigst du? Was wiederholt sich?
Schattenarbeit zulassen. Die Anteile anschauen, die du lieber nicht hättest – und sie integrieren, statt bekämpfen.
> Selbsterkenntnis ist kein Ziel – sie ist ein fortlaufender Prozess, der erst mit dem EXIT in diesem Leben endet
Und jeder, der geführt wird, merkt intuitiv, ob der oder die Führungskraft sich GANZ sieht – oder geblendet ist vom eigenem Status, Level, Erfolg, Macht, Reichtum.
Und noch wie Louis XIV nur noch sich selbst sieht im Spiegelsaal von Versailles.
Die klassische Falle jedes Vorstandes, Geschäftsführers, Politikers oder Influencers oder Stars. Lost in Mirrors.
Leadership-Fähigkeiten von A bis Z ist ein gemeinsames Format von Bea von Beate Kanisch und Partner und Jürgen Lieske von Smooth Exit Consulting. Unser ABC erscheint jede Woche am Mittwochmorgen um 07:30 Uhr.








