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Jürgen Lieske

VOLITION

…. Der Pitbullfaktor…

wie ich Volition oder auch Willensstärke und Durchsetzungskraft auch gerne nenne

Volition ist die Fähigkeit, eine Absicht konsequent in Handlung umzusetzen – auch dann, wenn es unbequem wird. Volition ist Wille zur Umsetzung.

In der Motivationspsychologie unterscheidet man zwischen:
Motivation → Warum und Wozu will ich etwas?
Volition → Wie halte ich durch und setze es um?

Motivation bringt dich zum Start. Volition bringt dich ins Ziel.

Ganz konkret: Volition ist:
– Entschlossenheit
– Selbstdisziplin
– Impulskontrolle
– Fokus trotz Ablenkung
– Beharrlichkeit bei Widerstand
– Umgang mit Rückschlägen

Sie sorgt dafür, dass du:
> trainierst, obwohl du keine Lust hast
> ein Projekt beendest, obwohl es zäh wird
> bei deinen Werten bleibst, obwohl es Druck gibt
> Du aber auch mal Druck geben kannst, wenn es nötig wird


Und wie übe ich das?

1️⃣ Klare Entscheidung statt diffuse Absicht
Volition beginnt mit einem echten Commitment.
Kein: „Ich sollte mehr Sport machen – sondern:
„Ich trainiere montags, mittwochs, freitags um 7 Uhr.“
Je klarer die Entscheidung, desto weniger Verhandlungsspielraum.

2️⃣ Wenn-Dann-Pläne (Implementation Intentions)
Forschung von Peter Gollwitzer zeigt:
„Wenn X passiert, dann tue ich Y.“
Beispiel:
Wenn ich keine Lust habe → ziehe ich trotzdem meine Schuhe an.
Wenn ich abgelenkt werde → stelle ich den Timer auf 25 Minuten.
Das automatisiert Willenskraft.

3️⃣ Reibung reduzieren
Volition scheitert oft nicht am Willen, sondern an den ersten Hürden:
> Sportkleidung bereitlegen
> Handy aus dem Raum
> Termine blockieren
> Je weniger Widerstand im Außen, desto weniger innere Kraft brauchst du.

4️⃣ Emotionale Distanz trainieren
Volition bedeutet:
Nicht jede Emotion ist ein Befehl. Muss eine Reaktion triggern … siehe hierzu auch meinen Post vom Sonntag zu den „drei Vögeln“.
Technik:
„Ich bemerke gerade Widerstand – und handle trotzdem.“
Du lernst, zwischen Impuls und Handlung einen Raum zu schaffen.

5️⃣ Kleine Siege kultivieren
Willenskraft wächst durch Erfahrung von Selbstwirksamkeit.
Starte mit machbaren Disziplin-Übungen:
> Bett machen
> Kalte Dusche
> 10 Minuten Fokusarbeit
Mini-Erfolge → Identitätsveränderung → stärkere Volition.

6️⃣ Identität statt Motivation
Der stärkste Hebel ist nicht Zielorientierung, sondern Identität:
Nicht:
„Ich will diszipliniert sein.“
Sondern:
„Ich bin jemand, der Dinge zu Ende bringt.“
Volition stabilisiert sich, wenn sie Teil deines Selbstbilds wird.

Motivation ist emotional.
Disziplin ist verhaltensbezogen.
Volition ist die Fähigkeit, trotz innerer Widerstände handlungsfähig zu bleiben.
Oder einfacher:
Motivation bringt dich los. Volition bringt dich durch.

Eben auch mal PITBULL sein!… und: Auch immer mit einem liebevollen Umgang mit sich selbst!

 

Leadership-Fähigkeiten von A bis Z ist ein gemeinsames Format von Bea von Beate Kanisch und Partner und Jürgen Lieske von Smooth Exit Consulting. Unser ABC erscheint jede Woche am Mittwochmorgen um 07:30 Uhr.

UNTERSTÜTZEN

„Was ein Mensch wirklich braucht, ist jemand, der an ihn glaubt.“
– Carl Rogers

Unterstützen heißt nicht: Ich mach’s für dich.
Oder: Du kannst das nicht, ich helfe Dir jetzt.

Sondern: Ich bin da, während du es selbst tust.
Die Verantwortung und das Doing bleiben bei Dir.

🔹 Es ist kein Helfersyndrom.
🔹 Kein verdeckter Machtanspruch.
🔹 Sondern gelebte Verbindung auf Augenhöhe.

„Wirkliche Unterstützung stärkt die anderen – nicht das eigene Ego.“

Schwierig in einer Zeit, in der das Dramadreieck in Form einer „Ally-Kultur“ oft nur allzu gut und gerne weiß, was jetzt gerade der Andere braucht oder wie er sich fühlt – ohne dass das auch einem Realitätscheck unterzogen worden wäre. Und wenn der Betreffende es alleine will, ist man beleidigt Oder belehrt.

Im Business wie im Leben zeigt sich wahre Unterstützung oft eher leise:
Ein Raum, der gehalten wird.
Ein Zuhören ohne Ratschlag.
Ein Vertrauen, das nicht drängt – aber bleibt.
Eine weitergeleitete Email: Fyi.
Eine Nachfrage wie das schwierige Meeting lief.

💡 Unterstützen in der Führung bedeutet:
– Wahrnehmen, was gebraucht wird – nicht, was man selbst geben will.
– Ressourcen stärken, statt Lösungen aufzudrängen.
– Mut machen, auch wenn man selbst Zweifel hat.

Unterstützen ist Präsenz – nicht immer Aktion.

Manchmal ist das größte Geschenk: da sein, ohne zu lenken.

🔍 Reflexionsfragen:
Unterstütze ich gerade wirklich – oder tobt in mir mein kleines Helferilein nach Selbstaufwertung und stille ich meinen Wunsch, gebraucht zu werden?
Ermutige ich zur Selbstverantwortung – oder mache ich andere abhängig von mir?
Bin ich bereit, Menschen ihren eigenen Weg gehen zu lassen?
Stützen sich andere gerne auf mich – obwohl sie das wunderbar auch alleine könnten?

Unterstützen ist kein Tun. Es ist eine Haltung.
Klar. Wahrhaftig. Und frei von Bedürftigkeit. Auf der eigenen, wie der anderen Seite.
Manchmal ist das stärkste, was du für jemanden tun kannst, einfach da zu sein.

 

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SPIELFREUDE

„Spielen ist die höchste Form der Forschung.“
– Albert Einstein

Spielfreude ist kein Luxus für Kinder – sondern eine essenzielle Lebenshaltung – gerade für Erwachsene. Und ganz besonders für Leader.

Spielfreude ist mutig.
Sie riskiert, sich lächerlich zu machen.
Sie verlässt ausgetretene Pfade.
Sie probiert, scheitert, lacht – und macht weiter.

Spielen ist ein Brain-Doping:
> Dopamin-Boost & Motivation: Spielen aktiviert das Belohnungssystem – fördert Neugier, Lernfreude und Dranbleiben.
> Training für den präfrontalen Cortex: Planen, Entscheiden, Regeln erfassen – Spiel stärkt Fokus, Impulskontrolle und Selbstführung.
> Kreativität & Problemlösen: Neue neuronale Verbindungen entstehen – spielerisches Denken fördert Flexibilität und Innovation.
> Soziale Intelligenz stärken: Im gemeinsamen Spiel werden Empathie, Perspektivwechsel und Kooperation aktiv geübt.
> Stressabbau & emotionale Verarbeitung: Cortisol sinkt, Emotionen regulieren sich – Spielen wirkt wie mentales Reset.

Was Spielfreude im Business verändert:
Kreativität statt Krampf.
Menschen, die spielen, denken freier.
Innovation entsteht nicht unter Druck, sondern im Spielraum.
Und auch nicht im Maschinenraum der KI.

Kommunikation auf Augenhöhe.
Wer mit Leichtigkeit agiert, entwaffnet Konflikte und schafft echte Verbindung.

Resilienz durch Flexibilität.
Spielfreude erlaubt Fehler – und damit Wachstum.
Führung durch Energie, nicht nur Effizienz.
Menschen folgen nicht nur Strategien. Sie folgen der Lust zu gestalten.

Wie kultivierst du Spielfreude?
Mach Dinge, die keinen Zweck haben.
Egal ob Lego, Improtheater, Gesellschaftsspiele … und auch Gaming: Wenn es frei, kreativ, sozial, explorativ und nicht rein leistungsorientiert ist, dann kommt Gaming dem „Spiel im Gehirnsinn“ am nächsten.
Lache mehr – auch über dich selbst.
Humor ist Spielfreude in Echtzeit.
Probiere bewusst Neues.
Kleine Regelbrüche. Unerwartete Wege. Leichtes Aus-dem-Rahmen-fallen.
Erlaube dir, nicht perfekt zu sein.
Spiel braucht Scheitern – sonst wird es zum Wettbewerb.
Fördere spielerische Räume in deinem Team.
Kreativformate. Perspektivwechsel. Humor. Unernst im besten Sinne.
Spielfreude ist Präsenz ohne Druck.
Kreativität ohne Angst.
Und Leadership mit Leichtigkeit.

 

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SINN

„Sinn heißt zu wissen, warum man morgens aufsteht.“
— Tatjana Schnell

„Wer ein Warum zum Leben hat, erträgt fast jedes Wie.“
– Viktor Frankl – und Friedrich Nietzsche

„Wenn du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen,
um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen,
sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.“
– Antoine de Saint-Exupéry

Drei Zitate kluger Menschen zum Thema Sinn, die das Trilemma von Sinngebung in Leadership wie ich finde ziemlich gut auf den Punkt bringen:

> Einmal ich selber: Die Fähigkeit, dem eigenen Tun SINN geben zu können. Dem, was einem begegnet, was einem an Aufgaben und Verantwortung vom Leben, vom Job, gestellt wird, mit Sinn zu füllen. Ein mitunter mühsamer Job – etwa am Montagmorgen oder wie heute nach zwei Wochen Pause. Kann man lernen…

> Dann die Firma: Unternehmen können Sinnangebote machen, andocken müssen sie jedoch bei mir, in mir. Intrinsich oder extrinsisch bleibt sich gleich – ersteres ist „nachhaltiger“ wie die Forschung rausfand – den jeder der mal weiter oben in der Hierarchie war, weiss, dass es neben der Verantwortung vor allem auch die Schmerzensgeldanteile sind, die wachsen. Und dann oft nicht mehr tragen.

> Und drittens die Übersetzung von SINN in anschlussfähige Angebote an die Mitarbeitenden, das Team. Kohärenz vermitteln zu können – also immer wieder der Verstehbarkeit der Aufgabe, deren Sinnhaftigkeit und dann ihrer Machbarkeit RAUM zu geben. Zu fragen, zu zu hören… sich genau Zeit dafür zu geben und zu nehmen. Und dann Kohärenz in Struktur zu bringen. Eine besonders spannende Denk- und Fühlsportaufgabe, wenn es um Change und Abbau geht.

Eines der Modelle hierfür, das in den USA weit bekannt (hier in D weniger) ist, ist 4Mat von Bernice McCarthy:

✅ WARUM machen wir das, was ist unser Antrieb, der Grund, warum wir losgehen – (Vergangenheitsblick)
✅ WAS genau machen wir? – (Zahlen, Daten, Fakten)
✅ WIE machen wir es – (Ressourcenfrage) und dann das
✅ WOZU – was ist das Zukunfts-Ziel, die Intention, der Sehnsuchtsort, das weite Meer, der Berg Erebor zu dem wir wollen

Ein simples, gehirngerechtes Modell für schlichtweg alles, angefangen vom Pitch über eine Changestory bis hin zum Jahresendgespräch, das SINN in der Leadership Struktur und Übersetzung gibt.

Was haltet Ihr für das Wichtigste beim Thema SINN und Leadership❓

 

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SELBSTORGANISATION

„𝗜𝗳 𝘆𝗼𝘂 𝘄𝗮𝗻𝘁 𝘁𝗼 𝗰𝗵𝗮𝗻𝗴𝗲 𝘁𝗵𝗲 𝘄𝗼𝗿𝗹𝗱, 𝘀𝘁𝗮𝗿𝘁 𝗼𝗳𝗳 𝗯𝘆 𝗺𝗮𝗸𝗶𝗻𝗴 𝘆𝗼𝘂𝗿 𝗯𝗲𝗱.“
– Admiral William H. McRaven

Mit einer einfachen, bewussten Handlung gleich zu Beginn des Tages übernimmst du Verantwortung, schaffst Struktur – und legst den Grundstein für größere Veränderungen. Ein gemachtes Bett also als Symbol für Selbstdisziplin, Ordnung und innere Führung.

Und JA – Freiheit braucht Struktur
Und Selbstorganisation in der Leadership heisst auch VORBILD zu sein. Auch in DISZIPLIN – ein Begriff, der heute eher nicht mehr so populär ist, vor allem nicht im Arbeitsumfeld.

Doch Leadership braucht innere und äussere Ordnung, sonst wird sie schnell zur Überforderung. Braucht Struktur und Kontrolle.

Selbstorganisation heißt nicht: „Ich mache alles selbst.“
Sondern: „Ich weiß, was zu tun ist – und wann, wie und warum.“

Es ist die Kunst, sich selbst gut zu führen – auch ohne äußeren Druck.
Kein starrer Plan. Aber ein innerer Kompass.
Selbstorganisation ist kein Talent. Sie ist eine Praxis.
Und sie beginnt nicht im Kalender, sondern im Kopf.
Mit Klarheit. Mit Prioritäten. Mit bewussten Entscheidungen.

Wie kannst du Selbstorganisation stärken?

✅ 1. Räume deine Aufmerksamkeit auf.
Nicht alles, was schreit, ist wichtig.
Frag dich regelmäßig: Was hat jetzt wirklich Priorität?

✅ 2. Arbeite mit dir, nicht gegen dich.
Kenn deine Hochphasen. Taktung. Energieverläufe.
Gestalte deinen Tag so, dass du dich selbst nicht ständig austrickst.

✅ 3. Less is more – Reduziere statt zu maximieren.
Selbstorganisation beginnt beim Weglassen.
Was darf raus, damit du wieder Raum hast?

✅ 4. Nutze Systeme, nicht nur Willenskraft.
Tools, Routinen, Checklisten, Time-Boxing – nicht als Kontrolle, sondern als Unterstützung deiner Klarheit.

✅ 5. Baue Reflexionsinseln ein.
Wöchentlicher Check-In: Was lief gut? Was war unnötig? Wo bin ich vom Wesentlichen abgekommen?
Selbstorganisation ist Selbstverantwortung in Aktion.
Kein Selbstoptimierungswahn. Kein Hustle-Mythos.

✅ 6. Schaue ab und werde besser: Lass Dich inspirieren von strukturierten klaren Menschen – probiere aus, was sie machen – und baue Dir Dein ganz eigenes System des Selbstmanagements, das DIR passt, in dem DU Dich wohlfühlst. Und wenn Du eine(n) PA hast – einigt Euch auf das, was DIR passt! Das braucht vielleicht ein bisschen Kennenlernen und Aushandeln – am Ende darf es die für Dich oder Euch beste Lösung sein.

Und auch dann nach dem Job – Baue Rituale der Selbstliebe, „Me-Momente“, der Recovery, des „Kopf frei“ ein – in denen Du für Dich Dir Zeit nimmst

Eben bewusste Führung von Zeit, Energie und Aufmerksamkeit.
Selbstorganisation ist keine rocket science – und manchmal beginnt sie ganz einfach – mit einem gemachten Bett.

 

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SELBSTERKENNTNIS

„𝗗𝗶𝗲 𝗹ä𝗻𝗴𝘀𝘁𝗲 𝗥𝗲𝗶𝘀𝗲 𝗶𝘀𝘁 𝗱𝗶𝗲 𝘇𝘂 𝗱𝗶𝗿 𝘀𝗲𝗹𝗯𝘀𝘁.“
– Dag Hammarskjöld

Selbsterkenntnis ist kein Wellness-Tool.
Sondern Rohdiamant und Schleifstein zugleich.

Nicht immer angenehm. Aber immer wahr.

Selbsterkenntnis heißt sich wirklich zu sehen – mit Licht und Schatten.
Und BEIDES umarmen zu können, annehmen zu können – in seiner ganzen Widersprüchlichkeit, seiner Weite, seiner Polarität. Die Polarität dann zu trainieren – als Fähigkeit zur Oszillation, zum Pendeln, zum Ausschöpfen seines ganzen Potentials.
Ohne Masken. Ohne Flucht in Geschichten, die man sich oder die Andere über Dich erzählen.

Ganz offen? Sauschwer!

Denn Selbsterkenntnis heisst eben gerade nicht, sich selbst zu peitschen und seinen inneren Kritikern zum Frass vorzuwerfen

Sondern sich LIEBEVOLL zu betrachten. Und daran scheitert man lange Jahre. Solange die innere Not noch gross ist. Schattenarbeit.

Einstiegsimpulse:
1) „Was mich stört, das zu mir gehört“ – Negatives wie Ärger und Frust aber auch das Schöne zu spüren, zu sehen: „Ah, da geht was in Resonanz mit mir“… WAS hat das also mit mir zu tun? Mit mir, meiner Geschichte, meinem Leben.

2) Selbsterkenntnis ist der Anfang jeder echten Veränderung.
Denn was du nicht siehst, kannst du nicht verändern, gilt auch für die Dinge die Du nicht sehen willst.
Weil Du Angst hast, nicht GELIEBT zu werden, wenn Du Dich NACKT machst.
Vor Dich, vor anderen. Deswegen ist etwa Impro-Theater oder Clown-Ausprobiere so unfassbar mächtig, sich dem im Inneren zu stellen, was „geschützt“ werden muss.

Dann das, was du verdrängst, wird dich lenken – von innen heraus.

3) Wahrnehmen statt wegdrücken. Emotionen, Impulse, Reaktionen – alles spricht. Die Frage ist: Hörst du zu?

4) Regelmäßig reflektieren. Journaling. Feedbackgespräche. Innere Rückschau. Gespräche mit Menschen, die DICH mögen. As you are. Probably.
Selbsterkenntnis entsteht durch bewusste Unterbrechung des Autopilots

5) Radikal ehrlich sein. Nicht brutal. Aber klar. Sich selbst anderen zu zu MUTEN

6) Was vermeidest du? Was verteidigst du? Was wiederholt sich?
Schattenarbeit zulassen. Die Anteile anschauen, die du lieber nicht hättest – und sie integrieren, statt bekämpfen.

> Selbsterkenntnis ist kein Ziel – sie ist ein fortlaufender Prozess, der erst mit dem EXIT in diesem Leben endet

Und jeder, der geführt wird, merkt intuitiv, ob der oder die Führungskraft sich GANZ sieht – oder geblendet ist vom eigenem Status, Level, Erfolg, Macht, Reichtum.

Und noch wie Louis XIV nur noch sich selbst sieht im Spiegelsaal von Versailles.

Die klassische Falle jedes Vorstandes, Geschäftsführers, Politikers oder Influencers oder Stars. Lost in Mirrors.

 

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RESILIENZ

𝗥𝗲𝘀𝗶𝗹𝗶𝗲𝗻𝘇 – 𝗲𝗶𝗻𝗲 𝗟𝗲𝗮𝗱𝗲𝗿𝘀𝗵𝗶𝗽-𝗦𝗸𝗶𝗹𝗹? 𝗘𝗶𝗻 𝗸𝗹𝗮𝗿𝗲𝘀 𝗡𝗲𝗶𝗻.

Resilienz ist nicht einfach eine Fähigkeit, die man sich wie ein Tool aneignet.
Sie ist zur Hälfte genetisch und durch frühe Prägungen festgelegt. UND: Etwa 50 % sind formbar: durch erlernte Muster, Gewohnheiten und bewusste Entscheidungen.

Gerade in Krisen zeigen sich genau diese alten Reaktionsweisen oft als hinderlich – als Klapperatismen, die nicht wirklich performen helfen, und eher Einbahnstrassen ohne Flexibilität sind – als Offroad-Tauglich.

Doch das Gute ist: Sie sind veränderbar. Resilienz ist reflektierbar und weiterentwickelbar.

Und Resilienz ist eine der evolutionären Grundfähigkeiten des Menschen:
Man sieht es bei Kleinkindern, die Laufen lernen: Ausprobieren. Hinfallen. Aufstehen. Weitergehen.

Resilienz ist zudem messbar. Etwa durch den Executive FiRE Index, ein validiertes psychometrisches Diagnostik-Tool, das Resilienz ganzheitlich erfasst – über Faktoren wie:

> Persönlichkeit (Big Five)
> Biografie und Prägungen
> Mentale Agilität
> Körper–Geist-Verbindung
> Sinn und Transzendenz
> Denkfallen und Glaubenssätze

Ein kraftvolles Instrument, um blinde Flecken sichtbar zu machen – und Entwicklung gezielt zu fördern.

Und Resilienz ist kein Schutzschild aus Stahl, keine vom Drachenblut getränkte Lederhaut.  Sie ist eher das feine, bewegliche Netz, das uns trägt, wenn es Druck gibt.

Resilienz bedeutet nicht, unkaputtbar zu sein, sondern: verletzbar und dennoch handlungsfähig zu bleiben. Oszillieren zu können, verhaltensflexibel und optimistisch trotz hohem Druck. Und diesen Raum auch mit dem Team teilen zu können!

In Führung ist Resilienz das unsichtbare Fundament der Verbindung zwischen Team und Führungskraft – spürbar in Haltung, Präsenz und Klarheit.

Wie kannst Du konkret Deine Resilienz als Leader stärken?

1. Radikale Selbstverantwortung übernehmen. Frage dich nicht nur: „Warum und wozu passiert das?“ – sondern: „Was ist mein Handlungsspielraum, meine Freiheit – jetzt?“

2. Grenzen erkennen und setzen. Resiliente Führung bedeutet KLAR zu sein. Zu sich, zu dem was das Unternehmen und was das Team braucht. Und NEIN zu sagen – zu Überforderung, Erwartungen, Druck zur Selbstoptimierung. Und diesen Raum auch ans Team geben zu können.

3. Resilienz ist Recovery- Fähigkeit! Tägliche Mikropausen, Journaling, Atemtechniken, guter Schlaf, klarer Kopf. High Performance.

4. Resilienz ist sozial. Lebt vom Helfen und Hilfe annehmen. Vom Teilen. Vom WIR. Krisen als Spiegel nutzen und als LERNEN sehen: „Ok – mega – ein PROBLEM – wie können wir daran wachsen?“

Resilienz ist keine Technik.
Für mich ist es eine Haltung. Gegenüber dem Leben. Klarheit, Präsenz.
Und die Entscheidung und Kraft, immer wieder aufzustehen.

 

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OPFER-ROLLE VERLASSEN

„𝗠𝗲𝗻𝘀𝗰𝗵𝗲𝗻 𝗴𝗲𝗯𝗲𝗻 𝗶𝗵𝗿𝗲 𝗠𝗮𝗰𝗵𝘁 𝗮𝘂𝗳, 𝗶𝗻𝗱𝗲𝗺 𝘀𝗶𝗲 𝗴𝗹𝗮𝘂𝗯𝗲𝗻, 𝘀𝗶𝗲 𝗵ä𝘁𝘁𝗲𝗻 𝗸𝗲𝗶𝗻𝗲.“ – 𝗔𝗹𝗶𝗰𝗲 𝗪𝗮𝗹𝗸𝗲𝗿

oder auch: „A bissl was geht immer“ (Helmuth Fischer)

Manchmal passiert uns das Leben.
Manchmal machen wir es uns selbst schwer.
Und oft ist beides gleichzeitig wahr.

Doch irgendwann kommt der Punkt, an dem wir merken:

> Die Geschichte „Ich kann ja nichts dafür“ hält uns klein.
> Die Schuldfrage bringt keine Lösung.
> Und das Warten auf Rettung wird zur Form von Stillstand.
> Denn da ist niemand der Dich rettet

Verantwortung zu übernehmen heißt daher nicht: Ich bin schuld. Ich habe was falsch gemacht. Es heißt: Ich bin bereit, meine Macht für mich zurückzuholen.

Nicht „mit mir wird etwas gemacht“ – sondern: Ich gestalte!

Die Opferrolle ist bequem – aber sie kostet Freiheit.
Sie lässt uns fühlen, dass wir vielleicht Recht haben und uns Ungerechtigkeit widerfahren ist – aber nicht, dass wir lebendig sind.
Oper-Sein lähmt. Denn sie hält uns in den Verletzungen von gestern gefangen.
Wer aussteigt, entscheidet sich für Klarheit. Für Handlungsfähigkeit. Für Würde.

Für: „I did it my way..“

Frage dich heute:
Was wäre ein erster Schritt raus aus der Ohnmacht – hin zur Gestalterkraft?

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PERSPEKTIVWECHSEL

„𝗪𝗶𝗿 𝘀𝗲𝗵𝗲𝗻 𝗱𝗶𝗲 𝗗𝗶𝗻𝗴𝗲 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁, 𝘄𝗶𝗲 𝘀𝗶𝗲 𝘀𝗶𝗻𝗱. 𝗪𝗶𝗿 𝘀𝗲𝗵𝗲𝗻 𝘀𝗶𝗲, 𝘄𝗶𝗲 𝘄𝗶𝗿 𝘀𝗶𝗻𝗱.“
– Anaïs Nin

Manchmal reicht ein einziger Schritt zur Seite,
um eine völlig neue Welt zu sehen.

So, wie der Andere sie sieht

🔹 Was eben noch wie ein Problem aussah, wird zur Einladung.
🔹 Was dich gestört hat, zeigt plötzlich, was dir wirklich wichtig ist.
🔹 Und was du bei anderen verurteilt hast, wird zum Spiegel deiner eigenen Themen.

Perspektivwechsel ist kein Kontrollverlust.
Es ist Mut zur Weite.
Ein bewusstes „Ich schaue anders hin“ – auch wenn es unbequem ist.

Der Perspektivwechsel beginnt oft da, wo das Ego nach Recht sucht –
und die Seele nach Wahrheit fragt.
Er bringt nicht immer sofort Antworten.
Aber immer mehr Bewusstheit.

Ein nützliche Grund-Haltung als Leader: LERNEN und VERSTEHEN wollen. Durch HINhören, nicht „zuhören“
Kluge Fragen stellen: Etwa die nach dem „Wozu“ anstelle dem „Warum“

❓Wann hat sich für Dich unlängst mal eine andere Perspektive als Lernraum erschlossen? Spoiler: ChatGPT ist da unfassbar hilfreich, eigene blinde Flecken mal auszuleuchten

❓Wohin schaust du heute – und was würdest du sehen, wenn du den Blickwinkel änderst?

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NEUGIERDE

„𝗡𝗲𝘂𝗴𝗶𝗲𝗿 𝗶𝘀𝘁 𝗱𝗲𝗿 𝗗𝗼𝗰𝗵𝘁 𝗶𝗺 𝗞𝗲𝗿𝘇𝗲𝗻𝗹𝗶𝗰𝗵𝘁 𝗱𝗲𝘀 𝗚𝗲𝗶𝘀𝘁𝗲𝘀.“
– William Arthur Ward

Neugier ist kein kindliches Spiel.
Sie ist eine Haltung.
Ein inneres Ja zum Unbekannten.
Ein Brennen… wie ist das jetzt genau?
Eine „Gier nach Neuem“ wie es das Deutsche so treffend nennt – „Curiosity“ – das Staunen am Ungewöhnlichen, Neuen im Englischen

🔹 Neugier fragt nicht: „Was verliere ich?“,
sondern: „Was könnte möglich werden?“ Oder: „Wie genau funktioniert das?“
Ein Motor der Evolution
Des Lernens.

Sie sprengt Routinen.
Hebt den Blick über den Tellerrand.
Löst die Fesseln der Gewohnheit.
Neugier ist der erste Schritt zu Wandel.

Wer neugierig bleibt, bleibt beweglich – im Denken, im Fühlen, im Handeln.

„Ich weiß, dass ich nichts weiß“ – sagt nicht der Unwissende, sondern der Neugierige.

Wenn Angst lähmt, hilft Neugier.
Wenn Zweifel blockieren, hilft Neugier.
Wenn der Weg unklar ist, hilft Neugier.
Nicht immer mit Antworten. Aber mit Richtung.

Die kleine Schwester der Neugierde ist das Staunen und die Überraschung – ihre Gegenpolarität die Langeweile. Aus der dann wieder Neugierde oszilliert.

Worauf bist du gerade neugierig – in dir, im Leben, in der Welt?

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Bereit für den nächsten Schritt?

Dann lassen Sie uns ins Gespräch kommen und herausfinden, an welcher Stelle Sie gerade stehen. Ich freue mich auf Ihre Nachricht. 

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